Kletterprojekt

Das Kletterprojekt in der Ferdinand-Lassalle-Realschule

In der Projektwoche hatten die Schülerinnen und Schüler unserer Schule die Möglichkeit, an einem Kletterprojekt teilzunehmen. Hier konnten sie verschiedene Kletterhallen in Köln kennen lernen und auch einen Teil des Hochseilgartens im Canyon Chorweiler testen.
Im Vordergrund stand das Sammeln erster Erfahrungen mit dem Klettern. Dabei erhielten die Jugendlichen eine Schulung im sachgerechten und verantwortungsvollen Umgang mit der Ausrüstung sowie dem Sicherungsgerät und im Verhalten an der Kletterwand. Es wurden grundlegende klettertechnische Bewegungselemente wie Treten, Greifen und Stabilisieren umgesetzt werden. Weiterhin konnten die verschiedenen Schwierigkeitsgrade kennen gelernt sowie die allgemeine und spezifische Kraftausdauer, Beweglichkeit und die koordinativen Fähigkeiten der einzelnen Jugendlichen trainiert werden.

Sicherheitsaspekte:

Beherrschten die Jugendlichen die Sicherungstechniken ausreichend, durften sie sich gegenseitig sichern. Ein zusätzlicher dritter Schüler wurde zur Redundanz der Seilsicherung (Hintersicherung) abgestellt. Dabei wurde grundsätzlich nur im sogenannten Top-Rope-Verfahren mit redundanter Umlenkfixierung (doppelt gesichert) und redundanter Seilsicherung gearbeitet. Eingebunden wurde mit dem vom Deutschen Alpenverein e.V. uneingeschränkt empfohlenen Achterknoten und es wurde das befürwortete halbautomatische bzw. autoblockierende Sicherungsgerät (Smart bzw. Grigri) genutzt.
Die Kinder und Jugendlichen wurden zudem laufend intensiv mit der Sicherheitsproblematik vertraut gemacht, geschult und sensibilisiert. Es fanden permanente Lehrer- und gegenseitige Schülerkontrollen statt, die zudem vom Lehrer beobachtet wurden. Ferner übernahm das geschulte Personal der Kletterhalle sowie die ausgebildete Lehrperson laut betriebsinternen Anweisungen stichprobenartige Sicherheitskontrollen. Die Schüler fühlen sich damit in einer Situation der laufenden Beaufsichtigung und Kontrolle.

Warum ist Klettern so gut?
Klettern macht den Kindern und Jugendlichen nicht nur sehr viel Spaß, sondern ist darüber hinaus auch noch pädagogisch und sportlich äußerst wertvoll.
Klettern stellt wie das Laufen, Springen oder Balancieren eine Grundform menschlicher Bewegung dar. Durch den Zusammenhang zwischen Kraft, Koordination, Flexibilität und Körpergewicht muss Klettern als Ganzkörperbelastung verstanden werden. Hierbei spielt die Wechselwirkung zwischen Wahrnehmung und Bewegung eine große Rolle. Die individuell und situativ verschiedenen Lösungsansätze beim Klettern fördern die Kreativität und aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt und dem eigenen Körper.
Doch die sehr sportlichen oder die selbstbewusstesten Kinder und Jugendliche sind nicht immer auch die besten Kletterer. Dies liegt vor allem daran, dass sowohl Kraft, wie Körpergefühl und Technik den Erfolg ausmachen. Daher klettern Mädchen wie Jungen gleichberechtigt miteinander, oft haben Mädchen durch ein besseres Körpergefühl Vorteile. Schüler/innen können durch das Klettern die eigenen Fähigkeiten verbessern und durch individuelle Erfolgserlebnisse in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt werden.
Außerdem bietet das Klettern Anlässe zur Kommunikation und sozialer Interaktion. So besteht die Chance, soziale Handlungsweisen wie Mitverantwortung, Kooperation und Einfühlungsvermögen zu zeigen und weiterzuentwickeln sowie Erfahrungen mit der eigenen Leistungsstärke zu sammeln und die Leistungsfähigkeit anderer zu respektieren.
Klettern im Sportangebot der Schule kann somit auch seinen Teilbeitrag leisten, Kinder und Jugendliche insbesondere zu einem verantwortlichen Umgang mit sich selbst und anderen hinzuführen.
Klettern kann demnach…
– Körper- und Umwelterfahrungen ermöglichen
– Wohlbefinden und Fitness erzeugen
– Verstehen und Verständigung fördern
– Verantwortungsbewusstsein entwickeln

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Hier noch ein paar Schülerstimmen zum Kletterprojekt:
„Das Projekt war eine große Abwechslung. Es hat Spaß gemacht!“
„Ich fand das Klettern schön, weil ich gelernt habe wie man den Achterknoten macht und wie man am besten klettert.“
„Das Klettern hat Spaß gemacht, aber ich hätte mir mehr Zeit gewünscht.“
„Ich fand das Kletterprojekt toll. Am besten hat mir das Bouldern gefallen.“
„Für das Klettern braucht man Mut. Es war eine körperliche und geistige Herausforderung!“
„Ich finde, dass das Klettern großen Spaß macht, wenn man keine Angst hat.“
„Es war eine tolle Erfahrung etwas Neues auszuprobieren!“